In unserer Engagement-Vermittlung haben wir festgestellt: Viele Menschen möchten sich freiwillig engagieren und haben dabei nicht die gleichen Zugangsmöglichkeiten.
Besonders neurodivergente Menschen – darunter Personen mit Autismus, Lernschwierigkeiten oder anderen neurologischen Besonderheiten – stoßen oft auf Barrieren, wenn sie sich freiwillig engagieren.
Gleichzeitig können Organisationen und Vereine Schwierigkeiten haben, ein inklusives Umfeld zu schaffen, das den Bedürfnissen neurodivergenter Freiwilliger gerecht wird.
Mit dem von der Aktion Mensch geförderten Projekt „DiversDabei“ möchten wir dabei helfen, diese Barrieren zu identifizieren und abzubauen, um das freiwillige Engagement in Neukölln inklusiver zu gestalten.
Was ist Neurodiversität und wen meinen wir damit?
Neurodiversität beschreibt die natürliche Vielfalt neurologischer Entwicklungen und Funktionsweisen des menschlichen Gehirns. Unterschiede in Wahrnehmung, Informationsverarbeitung und sozialer Interaktion sind keine Defizite, sondern normale Varianten der menschlichen Kognition.
Das ist eine wichtige Erkenntnis, weil es in der Praxis bedeutet, dass Inklusion nicht geschieht, indem sich Menschen an Normen anpassen müssen, sondern indem Strukturen an den Menschen angepasst werden, die sie nutzen und mit Leben füllen.
Mit neurodivergenten Menschen meinen wir ein großes Spektrum an Menschen mit Lernschwierigkeiten, ADHS, Autismus, psychischen Beeinträchtigungen wie Depressionen, Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) oder Schizophrenie, Hochsensibilität, Tourette-Syndrom, Dyslexie, Dyskalkulie und anderen neurologischen Variationen, die Wahrnehmung, Lernen oder soziale Interaktionen beeinflussen.
Unsere Angebote
Für neurodivergente interessierte Freiwillige:
- leicht zugängliche Kontaktmöglichkeiten zu uns
- mobile Engagement-Beratungen
- sensible und qualifizierte Engagement-Beratung, ggf. in Einfacher Sprache
- Informationen zu Barrieren in den Einsatzstellen
- wenn gewünscht: Unterstützung bei der Kontaktaufnahme zu Einsatzstellen, Begleitung zum ersten Kennenlernen oder Einsatz
- Ansprechpersonen im Krisen- oder Konfliktfall
- die Möglichkeit, sich mit anderen neurodivergenten Freiwilligen auszutauschen
Für Einsatzstellen und Netzwerkpartner*innen:
- Beratung und Schulungen zur Neurodiversität, Barrierefreiheit und Inklusion
- Barrierechecks in der Einrichtung oder bei einem bestimmten Engagement-Angebot
- kollegialer Austausch und Wissenstransfer
- Informationsmaterial
- Ansprechpersonen im Krisen- oder Konfliktfall
Wissenschaftliche Begleitung
Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet, um die Wirksamkeit der Maßnahmen zu evaluieren und kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Kontakt
Unser Projektteam steht euch für Rück- oder Anfragen gerne zur Verfügung!
Judith Krumpelt (Projektkoordination, sie/ihr)


